Auch die Medien übertrumpfen sich mittlerweile gegenseitig mit Mutmaßungen, was das Tablet denn alles können wird. Jeder hat noch verlässlichere Quellen und teilt noch Sensationelleres mit. Interessant ist dabei, was das Wallstreet Journal zu berichten hat.
So soll Apple längst nicht mehr nur mit HarperCollins, jenem Verlag, der schon seit geraumer Zeit an E-Books und interaktiven Features wie Interviews mit Autoren bastelt, in Gesprächen sein. Von der New York Times ist seit einigen Tagen die Rede, vom TV-Sender CBS und gar vom Disney-Konzern. Eins ist gewiss: E-Books haben noch wesentlich mehr Potential, keine Frage. Eingebettete Web 2.0-Features wie Social Networking, um mal eben seinen Freunden via Facebook oder Twitter mitzuteilen, welche Textpassage man gerade besondern erheiternd fand, könnten durchaus ein Renner werden- ebenso wie Videos oder gar kleine interaktive Spiele. Man braucht nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass Jerry Cotton mit eingebauten kleinen Rätseln, die richtig oder falsch gelöst am Ende gar den Storyplot beeinflussen, eine mehr als spannende Angelegenheit werden könnte.
Aber auch auf die Bildungsbranche soll es Apple abgesehen haben, was allerdings mittelfristig angesichts eines erwarteten Preises um die 1000 USD doch erstmal Utopie bleiben dürfte, konnte sich bisher noch nichtmal der 100 Dollar-Laptop für Entwicklungsländer durchsetzen. Da klingt die ebenfalls vom WSJ aufgeworfene These glaubwürdiger, dass das Tablet sich zum Familienmitglied entwickeln soll, das nicht nur durch den Disneychannel via TV-Stream für Kinderanimation auf längeren Autofahrten sorgt, sondern auch, diskret auf dem Frühstückstisch platziert, mittels Notizzettel die verbliebenen Familienmitglieder darüber informiert, dass Daddy die Brötchen im Ofen gelassen hat und bereits zur Arbeit gefahren ist. Wir dürfen gespannt sein, für welche Variante sich Apple entscheiden wird…

