Hinterließen Test-Tablets Spuren im Appstore?

Flurry ist ein amerikanisches Analyseunternehmen, das sich auf das Monitoring des Appstores spezialisiert hat. Nun verkündete das Unternehmen, dass es in seinen Statistiken Unregelmäßigkeiten entdeckt habe, die als Tablet gedeutet werden könnten.

Es handle sich um Zugriffe auf Cupertino, berichtete Flurry – und zwar mit Geräten, die anders als Seriengeräte ihren Typ nicht preisgeben wollten, sondern nur Informationen über ihr Betriebssystem mitteilten: das iPhone OS 3.2. Zur Erinnerung: das aktuelle iPhone-OS trägt die Seriennummer 3.1.2 und stellt sich beim Login im Appstore auch als iPhone vor.

Natürlich ist es möglich, dass Apple nun gezielt weiter Verwirrung stiften möchte, um kommenden Mittwoch die Bombe platzen zu lassen. Technisch wäre es für die Entwicklungsabteilung in Cupertino ja nicht das geringste Problem, die Informationen des Gerätes zu modifizieren und seinen Fingerabdruck im Web wie den eines iPhones oder iPods aussehen zu lassen – entweder möchte man, dass die Informationen nach außen dringen, oder man hat schlichtweg die Header-Informationen beim Login vergessen. Letzteres scheint aber recht abwegig: Apple ist Meister der Geheimniskrämerei, und Steve Jobs’ PR-Agentur weiss sehr genau, wieviele Journalisten und Analysten nur auf genau solche Informationen lauern.

Es bleiben also letztlich nur zwei plausible Schlüsse: der eine würde bedeuten, dass Apple einen versteckten Hinweis auf die bevorstehenden Ereignisse geben wollte – das wäre nichts ganz Neues, so kurz vor einem großmundig angekündigten Event. Oder: Apple plant etwas komplett anderes, als wir bisher vermutet haben, und hat diese Informationen geleaked, um die Medien in die Irre zu führen.

Wären die Informationen korrekt, würde die mittlerweile gemeinhin verbreitete Einschätzung ins Schwarze treffen, dass das Tablet ein multimedial orientiertes vergrößertes iPhone wird und nicht vorrangig das Geschäftsleben erleichtern soll. Wenn man alle realistisch erscheinenden Gerüchte zusammenfasst, liegt dieser Schluss auch nahe: ein 10″-Multitouch würde eine HD-Auflösung von 1280×720 Pixeln unterstützen – genau das Format, das im iTunes-Store für HD-Filme vorliegt. Es würde auch die Gerüchte um Verhandlungen mit Disney, Electronic Arts und diversen Verlagen plausibel erscheinen lassen. Alles würde sich wie ein Puzzle allmählich zu einem runden Gesamtbild zusammenfügen lassen, hinter dem sich ein iPhone im 10″-Format verbirgt. Aber vielleicht kommt ja alles ganz anders – wir werden es sehen. In 48 Stunden wird Steve Jobs der Öffentlichkeit mitteilen, woran da in Cupertino gebastelt wurde.

2 Responses to Hinterließen Test-Tablets Spuren im Appstore?
  1. Crass Spektakel
    Januar 26, 2010 | 08:08

    Man nehme ein Standard-Unix, verpfusche etwas die APIs,

    Man nehme Standard-Hardware aus 0815-Chinafabriken, poliere etwas das Gehäuse,

    Man klebe ein Minderwertigkeitskompensationslogo für Merkbefreite drauf,

    Man vervierfache den Preis gegenüber vergleichbaren Konkurrenzprodukten,

    ???? PROFIT!!!

  2. helmi
    Januar 26, 2010 | 08:59

    kippst Du deinen Standardkommentar jetzt in jedes Kommentarformular, dass dir zum Thema iSlate über den Weg läuft? ;-)

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