Unsere Wünsche für das Apple Tablet (3): Frank Helmschrott

islate.jpgWenn Steve Jobs in weniger als einer Stunde auf die Bühne der Keynote in San Francisco tritt, dann erwarte ich, dass er uns nicht weniger als eine Revolution für den Home-Computing-Markt präsentiert. Und so ein Tablet von Apple hat wirklich die Chance eine Revolution darzustellen. Die Hardware ist dafür zweitrangig – die werden andere Anbieter über kurz oder lang genausogut hinbekommen. Das war schon beim iPhone so und das wird auch beim iSlate, oder wie auch immer das neue Apple Tablet heissen wird genauso sein.

Was das Spiel entscheiden wird ist ganz klar die Software. Beim iPhone hat Apple gezeigt was sie zu leisten in der Lage sind und mit dem Tablet werden sie diese Leistung wiederholen. Ein einfach zu bedienendes TouchScreen-Betriebssystem eröffnet völlig neuen Zielgruppen den Weg an den Computer und gleichermaßen auch in’s Internet. Während gerade ältere Menschen oft Schwierigkeiten im Umgang mit herkömmmlichen PCs haben und ein iPhone zu klein ist um für diese Zielgruppe auf dauerhaft das Primärgerät für den Internetzugang oder andere Arbeiten zu sein, kann ein Tablet in der Größe in der wir es uns wünschen (in meinem Fall ~10″) alles bieten: Auf einem Display in dieser Größe lässt sich problemlos eine gut bedienbare Oberfläche darstellen, die Bedienung erfolgt intuitiv durch Fingergesten. Das erspart gerate Ungeübten erst einmal den Umgang mit der Maus zu erlernen. Wer schon einmal jemandem über 50 Jahren versucht hat den (für ihn völlig neuen) Umgang mit einem herkömmlichen PC beizubringen wird wissen wovon ich rede.

Ein weiteres Pro-Argument, auch wenn viele das nicht gerne hören, ist die Verschlossenheit von Apples iPhone OS. Es erlaubt nicht mal eben die Installation neuer Software durch einen Download von einer x-beliebigen Website. Durch den – zugegebenermaßen zu intransparenten – Freischaltungsprozess im AppStore ist grudsätzlich ein Basischutz geboten, der das Ausbreiten von Viren und Trojanern erheblich erschwert – von unmöglich darf man in diesem Zusammenhang wohl nie sprechen.

Natürlich ist auch bei Apple nicht alles gold – keine Frage. Der eben schon erwähnte Freischaltungsprozess, diverse Diskussionen über Datenübermittlung bei der Nutzung diverser Programme, etc. pp – es gibt vieles was man bemängeln könnte. Dennoch denke ich, dass derzeit nur Apple in der Lage ist ein derart kompaktes und stimmiges Gerät abzuliefern, das im Gesamtpaket überzeugen kann. Ich hoffe, dass sie es heute Abend tun werden, denn die Vergangenheit hat gezeigt, dass es für den Markt nur gut sein kann. Als Beweis dafür dient ein Blick auf den Smartphonemarkt, der sich seit dem erscheinen des iPhones komplett verändert hat. Bisherige Platzhirsche sind unter Druck geraten und neue Ideen wurden entwickelt.

noch 42 Minuten….

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